• Au Pair Geschichten
Veröffentlicht am February 26, 2019

Host Mom Spotlight: Die Story von Andrea

Von Cultural Care Au Pair

In der zweiten Ausgabe unserer Serie „Host Mum Spotlight“ stellen wir euch Andrea Birkel vor – sie ist Gastmutter und lebt mit ihren zwei Kindern in einer kleinen Stadt in New Hampshire! Seit vor sechs Jahren ihr zweites Kind auf die Welt kam, heissen Andrea und ihr Mann Au Pairs in ihrem Zuhause willkommen.

 

Andrea beschreibt ihre Familie als unkompliziert und aktiv – sie verbringen gerne Zeit im Freien, gehen in die Berge oder an den Strand. Ausserdem reisen sie gern. Andrea und ihr Mann lieben es, Au Pairs bei sich zu Hause aufzunehmen, da beide selber aus grossen Familien kommen und es somit gewohnt sind, dass während des Jahres ständig Verwandte zu Besuch kommen.

Andreas derzeitiges Au Pair Nadine kommt aus einem kleinen Ort im Norden Österreichs. Bevor Nadine zur Birkel-Familie in die USA zog, absolvierte sie eine spezielle Ausbildung zur Kleinkinderbetreuerin, was sie zur perfekten Kandidatin für das Programm machte. Schon bald wird Nadine zurück nach Österreich fliegen, um das nächste Kapitel ihres Lebens zu beginnen – und sie nimmt Erinnerungen und Freundschaften mit, die sie ihr Leben lang in ihrem Herzen behalten wird.

 

Familienzusammenhalt

 

Ich fühle mich fast wie ihre Tante“, erzählt Andrea über Nadine. „Sie ist so etwas wie eine Nichte für mich und mir ist wichtig, dass sie gesund und glücklich ist.“

 

Andrea trägt einen grossen Teil dazu bei, dass Nadine das Beste aus ihrer Zeit in den USA holen kann. Manchmal sei es schwer, die richtige Balance zu finden, zwischen Nadine genügend Zeit zu geben, ihr eigenes Ding zu machen und sie in das tägliche Familienleben zu integrieren – aber Andrea sagt auch, dass sie und Nadine letztendlich eine gute Beziehung haben, wodurch ihnen die Kommunikation miteinander sehr leicht fällt.

 

„Ich möchte, dass sie ein unvergessliches Jahr in Amerika hat und will ihr die nötige Unabhängigkeit geben, viel über sich selbst zu lernen“, erzählt Andrea. „Allerdings bin ich immer für sie da, wenn sie meine Hilfe benötigt.“

 

Zwar haben alle in der Familie eine ganz andere Beziehung zu Nadine, aber jede ist etwas ganz Besonderes. Für Lucy, Andreas 8-jährige Tochter, ist Nadine wie eine grosse Schwester – sie machen Armbänder zusammen, zeichnen viel und schneiden lustige Grimassen auf Snapchat. Für Oliver, Andreas 6-jährigen Sohn ist Nadine eine Mischung aus Mutterfigur und Spielkameradin. Die beiden spielen stundenlang Lego, aber sie hilft ihm auch beim Anziehen, nimmt ihn auf den Arm wenn er müde ist und erinnert ihn auch ans Aufräumen seiner Sachen.

Au Pair

Für Andreas Mann Shane, der in seinem Heimatort im Mittleren Westen eine jüngere Schwester hat, ist Nadine wie eine kleine Schwester; die beiden machen gern Witze oder battlen sich bei Gesellschaftsspielen. Und natürlich hat Andrea selbst eine starke und liebevolle Bindung zu Nadine – gemeinsam mit Nadine sind sie eine 5-köpfige Familie, die gern Zeit miteinander verbringen und in der alle voneinander lernen.

Andrea mit Ihre Familie

Kulturaustausch

 

Weihnachten im Hause der Birkel-Familie war zwar schon immer etwas Besonderes, aber mit Nadine wurde es sogar noch festlicher. Ab Mitte Oktober begann Andreas Haus, sich langsam in ein wahres Winterwunderland zu verwandeln. Nadine backte typisch österreichische Weihnachtskekse, dekorierte das Haus mit Schneeflocken aus Papier und bastelte den Kindern selbstgemachte Adventskalender – und das alles mit Weihnachtsliedern auf Dauerschleife.

 

Wir erfuhren alles über Weihnachten in Österreich. Dazu gehört auch eine furchteinflössende Kreatur namens Krampus“, erinnert sich Andrea. „Ein österreichisches Au Pair um die Weihnachtszeit im Haus zu haben, war ein tolles Erlebnis für uns alle!“

 

Der Kulturaustausch ging natürlich noch weiter. Die Birkel-Familie liebe es, Nadine typisch amerikanisches Essen zu zeigen, wie zum Beispiel Erdnussbutter oder Mac & Cheese. Und Nadine bereitet für die Kinder im Gegenzug typische Mahlzeiten aus ihrem Land vor, von denen die Kinder nicht genug bekommen können.

Andrea freut es besonders, wenn Nadine für die Familie kocht – und wenn die Familie dann versucht, die Gerichte nachzukochen! „Ich liebe es herauszufinden, welche Gerichte meine Au Pairs am liebsten essen und versuche, diese während des Jahres immer wieder nachzukochen“, erzählt Andrea. „Es gibt mir sehr viel, wenn ich sehe, welches Essen die Au Pairs an ihr Zuhause erinnert und ich weiss, dass sie meine langwierige Suche nach den benötigten Lebensmitteln wirklich sehr zu schätzen wissen.“

 

Immer wenn die Birkel-Familie diese Gerichte zubereitet, erzählt ihr Au Pair, wer diese Mahlzeit bei ihr zu Hause kocht und welche Traditionen sie mit diesen Gerichten verbindet. „Ich profitiere unglaublich davon – meine Kinder und ich lernen viel über diesen Prozess, gemeinsam zu kochen und zu essen“, schwärmt Andrea.

 

Die amerikanische Kultur

 

Nadine erzählte Andrea, dass die Amerikaner unglaublich freundlich sind und dass sie diesen Aspekt der amerikanischen Kultur ganz besonders geniesst. „Als wir Nadines Bankkonto eröffneten, fing der Angestellte an mit ihr zu reden und fragte sie, wo sie herkam, was ihr bis jetzt am besten in Amerika gefiel, usw“, erinnert sich Andrea. „Nadine erzählte mir später, dass es solche lockeren Gespräche mit einem Bankangestellten bei ihr daheim nie geben würde. Jeder in der Gemeinde hier ist sehr interessiert daran, sie und ihre Kultur kennenzulernen.“

 

Im Gegenzug liebt es Andrea, über die österreichische Kultur zu lernen – ganz besonders über das Schulsystem, Nadines Heimatort, ihre Familie und deren vielen Tätigkeiten in der Gemeinde. Nadine kommt aus einem kleinen Ort und ihre ganze Familie, sowie all ihre Freunde leben im selben 300-Einwohner-Dorf. „In den USA ist es gar nicht so unüblich, dass Familie und Freunde über das ganze Land verstreut leben; was natürlich auch mit hohen Kosten für die Reise verbunden ist, wenn man sich mal besuchen möchte“, berichtet Andrea. „Unsere Kinder reden mit ihren Cousins und Verwandten hauptsächlich über FaceTime, da sie an verschiedenen Orten in den USA leben.“

 

Für Nadine war das ein richtiger Kulturschock – sie fand es seltsam, dass die Familie über FaceTime miteinander kommunizieren muss, weil man sich zu Hause in Österreich einfach besucht, und das mehrmals pro Woche. Ihre Grosseltern sind zwar noch jünger, aber haben weder Handy noch Computer, weil ihre Freunde und Familie alle im gleichen Ort wohnen.

 

Was für sie Kulturaustausch ist und warum er so wichtig für sie ist, erklärt Andrea so: „Es gibt einen Unterschied zwischen Reisen und Kulturaustausch. Beide sind wertvoll, aber grundverschieden. Kulturaustausch bedeutet, seinen Koffer auszupacken und so lang in einer Kultur zu leben, bis sich die eigenen Ansichten verändern. Freunde aus anderen Ländern zu finden ist der erste Schritt Richtung multikulturelles Verständnis und Empathie. Ich möchte, dass meine Kinder erkennen, dass es viele Lebensweisen auf dieser Welt gibt und nicht nur den einen ‚richtigen‘ Weg. Sie lernen von anderen Kulturen und erleben, welche Unterschiede es überall auf der Welt gibt. Dieses Verständnis beginnt mit Kulturaustausch.“

 

Die Geschichte von Host Mum Priya und ihrem Au Pair findest du übrigens hier in unserem ersten Host Mom Spotlight!

Cultural Care Au Pair
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Hier meldet sich Cultural Care Au Pair! Wir glauben daran, dass Kulturaustausch die Welt besser macht – also haben wir es uns zur Aufgabe und Mission gemacht, jungen Menschen einen bereichernden Aufenthalt als Au Pair in den USA zu ermöglichen. Wenn wir nicht gerade Au Pairs bei ihrem Abenteuer in den USA unterstützen, geniessen wir die wunderbare Aussicht von unserem Büro auf den Luzerner See, oft mit einer Tasse Kaffee in der Hand.

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