• Au Pair Geschichten
Veröffentlicht am January 7, 2019

Interview mit einem Local Childcare Consultant

Ein Einblick in die Arbeit einer der wichtigsten Ansprechpersonen für Au Pairs.

Von Cultural Care Au Pair

Um als Au Pair in Amerika erfolgreich zu sein, benötigt man die notwendige Unterstützung und die richtigen Ressourcen. Wir von Cultural Care sind sehr stolz darauf, dir ein grosses Netzwerk an Personen zur Verfügung zu stellen, die dich unterstützen – die wahrscheinlich wichtigste Rolle spielt hier dein Local Childcare Consultant (LCC).

 

Du fragst dich, was ein LCC eigentlich ist? Das ist nicht nur eine gute Frage, sondern auch eine äusserst wichtige. Um sie dir am besten zu beantworten, trafen wir uns mit Joanne Dooley, die vor Kurzem ihr 15-jähriges LCC-Jubiläum feierte. Joanne lebt nördlich von Boston, Massachusetts, und erzählte uns, warum sie „ihren Job über alles liebt“.

 

Wie du von Joanna erfahren wirst, sind LCCs nicht nur eine wichtige Unterstützung für Au Pairs und Gastfamilien – sie sind auch Vertrauensperson, eine Freundin und helfen beim Lösen von Problemen. Sie unterstützen uns bei den Interviews neuer Gastfamilien, sie heissen Au Pairs in der neuen Umgebung willkommen und stellen sicher, dass sowohl Au Pairs als auch Gastfamilien die Programmregeln verstehen und befolgen. Und schliesslich muss ein LCC auch Leidenschaft für Kulturaustausch und für seine tägliche Arbeit an den Tag legen – so sind im Gegenzug auch Au Pairs und Gastfamilien vom Programm begeistert.

Im folgenden Interview erfährst du mehr über die Rolle des LCCs und bekommst einen genauen Einblick darüber, wie sehr LCCs das Leben von Au Pairs positiv beeinflussen können.

 

Cultural Care Au Pair: Hi Joanne! Kannst du uns mehr über die Rolle und Verantwortung eines LCCs erzählen?

Joanne: Sehr gerne! Meine Rolle als LCC kann ziemlich anspruchsvoll sein – ich bekomme dafür aber auch viel zurück. Man muss als LCC in der Lage sein, für Au Pairs und Gastfamilien gleichermassen da zu sein. Beide werden vom LCC unterstützt und dies kann manchmal eine Herausforderung darstellen. Beiden Seiten muss klar sein, dass die Informationen, die sie mir geben, vertraulich behandelt werden. Ich gebe stets mein Bestes, unvoreingenommen zu sein. Au Pairs vertrauen mir und ich weiss bestens über die Einzelheiten des Programms Bescheid, inklusive Pflichten und Regeln. Dazu gehören natürlich auch heiklere Themen, wie zum Beispiel wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Es ist meine Aufgabe, auch bei unvorhergesehenen Problemen für Au Pairs und Gastfamilien da zu sein und sicherzustellen, dass beide Seiten die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Als LCC bin ich auch für Au Pairs da, die vielleicht Heimweh haben, aber nicht mit ihrer Gastfamilie darüber sprechen möchten. Und ich versorge Gastfamilien mit Tipps und Ratschlägen, wenn sich ein Au Pair mal nicht an die Regeln im Haus hält. Nicht zuletzt ist es auch meine Aufgabe als LCC, neue Gastfamilien in das Programm aufzunehmen und sie auf die Vorteile in der Kinderbetreuung und auf den Kulturaustausch vorzubereiten.

 

CCAP: Wenn du an deine Arbeit als LCC denkst, wofür bist du am meisten dankbar und was ist die grösste Herausforderung?

J: Als LCC ist man mit einigen Herausforderungen konfrontiert, man bekommt aber auch viel zurück. Multitasking und Unvoreingenommenheit sind besonders wichtig. Die Herausforderung ist, dass es immer jemanden gibt, der etwas braucht und dass es dadurch nicht wirklich einen Beginn und ein Ende meines Arbeitstages gibt. Das kann manchmal anstrengend sein, aber wenn ich merke, wie dankbar ein Au Pair ist, das weit von zu Hause weg ist und manchmal nur mich als LCC hat, auf den er oder sie zählen kann, ist es das allemal wert. So viele junge Menschen aus aller Welt kennenzulernen ist definitiv inspirierend. Zu wissen, dass ich mitentscheidend für ein erfolgreiches Au Pair Jahr bin, gibt mir unglaublich viel.

 

CCAP: Gibt es lustige Geschichten oder Anekdoten über Au Pairs oder Gastfamilien, an die du dich erinnerst?

J: Nach 15 Jahren könnte ich dir viele Geschichten erzählen; eine davon blieb mir aber ganz besonders in Erinnerung: Ein männliches Au Pair aus Bosnien wollte unbedingt an der Verlosung der Green Card teilnehmen. Er informierte sich und sparte sein gesamtes Geld dafür. Seine Absichten behielt er allerdings für sich, um seine Gasteltern nicht damit zu belästigen. Er war hin und weg, als er nach dem Antrag tatsächlich den Green-Card-Status erhielt. Nach seinem Au Pair Jahr zog er nach NYC, musste dort aber schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach war, auf eigenen Beinen zu stehen. Schnell fühlte er sich entmutigt und nahm Kontakt zu mir auf. Er erzählte mir, dass er vermutlich nach Hause fliegen müsste. Ich bestand darauf, dass er sich sofort in einen Bus setzte und zu mir kam; er könne inzwischen bei meiner Familie bleiben. Er arbeitete sehr hart und schaffte es bald, auf eigenen Beinen stehen. Nach vielen Jahren in der Ausbildung ist dieser bemerkenswerte junge Mann heute diplomierter Krankenpfleger. Er ist seit Kurzem US-Bürger und sehr stolz auf alles, was er erreicht hat. Ausserdem besuchte ich kürzlich seine Familie in Kroatien (nach dem Krieg zogen sie dorthin). Sie nahmen mich herzlich in ihrem Zuhause auf. Das alles werde ich definitiv nie mehr vergessen.

 

CCAP: Gibt es Erfolgsgeschichten, an die du dich ganz besonders erinnerst?

J: In den letzten 10 Jahren durfte ich 3 Schwestern betreuen und sogar ihre Mutter kennenlernen. Als die älteste Schwester ca. einen Monat lang hier war, erzählte sie mir, dass sie es nicht schaffte, unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Ich fragte sie warum und sie erzählte mir, dass ihre Mutter daheim in Mexiko ihr verboten hatte, nach New York zu reisen oder sich zu weit vom Haus der Gastfamilie entfernt aufzuhalten, da sie sich um die Sicherheit ihrer Tochter sorgte. Mit Erlaubnis des Au Pairs kontaktierte ich ihre Mutter und überzeugte sie davon, dass ihre Tochter ihre eigenen Entscheidungen treffen sollte. Sie als Mutter hat ihr Kind schliesslich gut erzogen und muss ihr in diesem Moment einfach vertrauen. Die Mutter war mir ewig dankbar dafür und war sehr beruhigt, dass ich nicht nur als LCC für ihre Tochter da war, sondern auch für sie in Mexiko. Ich hielt Kontakt zur Mutter und als ihre anderen beiden Töchter Au Pair werden wollten, rief sie mich an und bat mich um Unterstützung. Ich betreute alle ihre 3 Töchter und bin sehr stolz darauf.

Isabella, Federica und Fabiana aus Mexico
Isabella, Federica und Fabiana aus Mexico

CCAP: Was sind deiner Meinung nach die häufigsten Gründe, warum jemand Au Pair wird?

J: Au Pair zu sein, ist nicht immer einfach. Allerdings wächst man mit jeder Herausforderung – und zwar in einer Art und Weise, die man sich vorher nie erträumt hätte. Kulturelle Erfahrungen spielen natürlich auch eine grosse Rolle, am meisten profitieren Au Pairs nach ihrer Zeit im Ausland allerdings von ihrer persönlichen Entwicklung.

Cultural Care Au Pair
Cultural Care Au Pair

Hier meldet sich Cultural Care Au Pair! Wir glauben daran, dass Kulturaustausch die Welt besser macht – also haben wir es uns zur Aufgabe und Mission gemacht, jungen Menschen einen bereichernden Aufenthalt als Au Pair in den USA zu ermöglichen. Wenn wir nicht gerade Au Pairs bei ihrem Abenteuer in den USA unterstützen, geniessen wir die wunderbare Aussicht von unserem Büro auf den Luzerner See, oft mit einer Tasse Kaffee in der Hand.

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