• Au Pair Geschichten
Veröffentlicht am August 20, 2019

Rematch ist nicht das Ende der Welt

Neubeginn mit Deiner neuen Gastfamilie

Von Myles Miller

Ich möchte mit Euch meine Rematch-Erfahrung teilen – denn Rematch kann schon mal vorkommen. Obwohl ich schon nach zweieinhalb Monaten Gastfamilien gewechselt habe, habe ich dennoch schöne Erinnerungen an die Zeit mit meiner ersten Gastfamilie. Was ich erlebt habe und die neu gewonnenen Freundschaften sind immer noch Teil meines Lebens.

 

Meine Reise begann in Lancaster, Pennsylvania. Vor Ankunft in den USA habe ich viel mit meiner Gastfamilie über Skype telefoniert und konnte es kaum erwarten, sie kennenzulernen und mein Au Pair Abenteuer zu starten. Ganz ehrlich: ich hatte anfangs nie Heimweh, weil alles noch so aufregend und neu war! Erst nach ein paar Monaten machte sich Heimweh bemerkbar. Ich vermisste meine Freunde und meine alltäglichen Aktivitäten in Deutschland. Ich habe mit meinen Gasteltern darüber gesprochen und das hat auch viel geholfen. Wenn man darüber spricht, teilt man auch etwas aus seinem Privatleben und das verbindet. Vielleicht reagieren sie auf das Erzählte sogar mit kleinen Gesten. Meine Gastmutter, zum Beispiel, legte mir eine Tube Sonnencreme zu meinem Begrüßungsgeschenk, weil wir über den Sonnenbrand, den ich zu Hause bei der Arbeit bekam, gescherzt hatten. Solch kleine Dinge und einfache Gesten geben einem das Gefühl, zu Hause zu sein.

Rematch ist nicht das Ende der Welt

 

Und das sind genau die Dinge, die dieses Erlebnis zu einem der besten Erlebnisse in Deinem Leben machen werden!

 

Mit Freunden und Familie zu skypen hilft auch sehr. Einfach darauf achten, dass man nachts nicht zu laut telefoniert, sonst lieber raus in den Garten gehen! Einer jener Tage mit meiner ersten Gastfamilie, die ich am meisten schätze, ist als wir in den Hershey Chocolate Freizeitpark gefahren sind. In meiner ersten Woche trat ich auch der Au Pair WhatsApp-Gruppe bei, damit ich mit neuen Freunden etwas unternehmen und aus dem Haus kommen konnte – ich bin ein sehr geselliger Mensch und nach zwei Wochen brauchte ich einfach den Kontakt zu anderen Au Pairs. Die Gruppe machte es mir wirklich leicht neue Freunde zu finden. Ein paar gute Freunde zu haben ist sehr wichtig, also mache Dir auch die Mühe Deine Vertrauensperson(en) zu finden!

 

Leider, wie bereits erwähnt, entschieden meine Gastfamilie und ich uns dennoch nach zweieinhalb Monaten für Rematch. Obwohl wir viele lustige Unterhaltungen und schöne Momente zusammen erlebt hatten, gab es doch unterschiedliche Meinungen und einige Missverständnisse in der Kommunikation, wenn es um die Zusammenarbeit ging. Wenn man sich von Anfang an nicht offen darüber austauscht, führt das dazu, dass man anfängt einen Groll aufeinander zu hegen. Dieser wird dann mit der Zeit immer größer bis schließlich das Gefühl aufkommt, dass egal was man sagt, einfach alles falsch verstanden wird und zum Streit führt. Nachdem wir zwei Support Meetings hatten, haben wir dann den Entschluss gefasst, dass Rematch die beste Lösung sei. Das haben wir dann auch gemacht und unsere LCC war währenddessen eine große Unterstützung. Ich habe sogar noch eine Woche mit deren neuem Au Pair verbracht. Er war wirklich nett und wir hatten gute Gespräche und eine schöne Zeit zusammen mit den Kindern.

 

Zusammen mit den Kindern Zeit zu verbringen hat meinen Gastkindern den Übergang auch erleichtert. Ich muss zugeben – es war wirklich bittersüß, einerseits wusste ich, dass ich die Kinder sehr vermissen würde – andererseits war ich aufgeregt meine neue Gastfamilie zu interviewen und mich mit ihnen zu unterhalten. Nach einer Woche habe ich mich dann entschieden zu meiner neuen Gastfamilie nach Connecticut zu ziehen. Ich bin Mitte Oktober zu ihnen gezogen. Ich war offen und ehrlich mit ihnen darüber, warm es mit der vorherigen Familie Probleme gab und warum es nicht funktioniert hat. Wir haben viel geredet und schnell festgestellt, dass wir uns auf der gleichen Wellenlänge befinden und die Kommunikation fiel uns leicht – das ist seither auch immer noch so.

 

Ich habe mich nun dazu entschieden ein Jahr zu verlängern, weil ich es sehr schätze wie sie mein Selbstbewusstsein in was ich tue und denke stärken. Ohne groß etwas zu sagen, geben sie mir das Gefühl, dass sie mich für meine Arbeit mit den Kindern schätzen. Trotzdem bedanken sie sich bei mir immer zu und fragen nach meinem Tag. Ich bin seit Tag eins in die Kinder vernarrt. Es hat schon ein paar Wochen gedauert sich einzugewöhnen und bis die Kinder ihre Grenzen mit mir ausgelotet hatten. Jetzt sind die zwei Jungs aber sehr niedlich und liebevoll und das erleichtert auch alles andere sehr. Sie haben sich an meine Strenge schnell gewöhnt – aber meine Albernheit hat da sicherlich auch eine große Rolle gespielt. Das Gefühl, das man bekommt, wenn sie zum ersten Mal „Ich liebe Dich“ sagen ist unbeschreiblich! Letzte Woche habe ich den 5-jährigen gefragt was er an mir besonders mag und er hat geantwortet, dass ich ihm immer fantastische Filme zeige!

Rematch ist nicht das Ende der Welt

Erfolge der Kinder zu feiern während sie sich noch ans Töpfchen gewöhnen, macht alles lohnenwert! Wenn die Kinder dann sogar anfangen Wörter in Deiner Sprache zu benutzen, ist man so stolz – ganz so, als wären es die eigenen Kinder. Auch das Reisen macht Spaß. Und mit den Au Pair Weekend Classes hat man die Möglichkeit, nicht nur zu reisen, sondern auch College-Credits zu sammeln und das eigene Netzwerk in den USA auszubauen. Es gibt auch Agenturen, die dabei helfen die Ausbildung und das Reisen zu vereinen. Ich habe beispielsweise einen Wochenendkurs in Nashville besucht! Es sind genau solche Erlebnisse, die Dich zufrieden und glücklich stimmen werden. Stelle sicher, dass Du dein Schiff in die richtige Richtung steuerst – denn Du bist der Kapitän!


Ich bin Myles, wurde in England geboren und bin mit 8 Jahren mit meiner Mutter nach Deutschland gezogen. Ich habe eine Ausbildung zum Erzieher gemacht und in einem Kindergarten gearbeitet. Mit 23 Jahren habe ich mich dann dazu entschlossen, vor meinem Studium als Au Pair Erfahrungen zu sammeln. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe - ich lebe nun in Connecticut mit einer großartigen Gastfamilie!

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